Google Ads: Freelancer oder Agentur? Der ehrliche Vergleich
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Strategie 7 Min Lesezeit

Freelancer vs. Agentur: Wer betreut dein Google-Ads-Konto besser?

Agentur oder Freelancer? Ein echter Audit zeigt, was passiert, wenn ein Google-Ads-Konto nur noch verwaltet wird – und worauf du bei der Wahl achten solltest.

€€€ / MTLVS

Du gibst jeden Monat einen festen Retainer an eine Agentur, bekommst einen hübschen Report – und hast trotzdem das Gefühl, dass sich im Konto nichts mehr bewegt? Damit bist du nicht allein. Genau mit dieser Sorge kam vor Kurzem ein Kunde zu mir. Was ich im Account gefunden habe, zeigt ziemlich gut, worin sich ein Freelancer und eine Agentur in der Praxis unterscheiden.

Die Kurzantwort

Freelancer oder Agentur – was ist besser für Google Ads? Für die meisten Unternehmen, die vor allem ihr Google-Ads-Konto betreuen lassen wollen, ist ein spezialisierter Freelancer die bessere Wahl: ein fester Ansprechpartner, der selbst im Konto arbeitet, laufende statt monatliche Optimierung und kein Agentur-Overhead im Honorar. Eine Agentur lohnt sich eher, wenn du viele Kanäle gleichzeitig aus einer Hand brauchst.

Praxisbeispiel: Ein Google-Ads-Audit nach Jahren Agenturbetreuung

Die Ausgangslage: Ein E-Commerce-Unternehmen, seit Jahren von einer Agentur betreut. Der Retainer war hoch, die Kommunikation wurde immer dünner. Der Eindruck des Geschäftsführers: Die Agentur verwaltet nur noch – optimiert wird nichts mehr.

Schon der erste Blick in den Account hat diesen Eindruck bestätigt:

  • Kein einziges Keyword wurde je ausgetauscht. Die Struktur stand seit dem Setup unverändert da – als hätte nach dem Start niemand mehr hingeschaut.
  • Hohe fünfstellige Beträge für Keywords und Suchbegriffe ohne Ergebnis. Über Monate floss Budget in Begriffe, die nie konvertiert haben. Ausschließende Keywords? Fehlanzeige.
  • Das Tracking war nicht sauber. Conversions wurden unvollständig erfasst – die Gebotsstrategien haben also auf Basis falscher Daten optimiert.
  • Kein Blick aufs große Ganze. Welche Kampagnentypen fehlen? Welche Netzwerke werden gar nicht genutzt? Diese Fragen hat sich niemand gestellt.

Das Konto wurde nicht schlecht betreut – es wurde gar nicht mehr betreut. Es wurde nur noch verwaltet.

Dennis Wiesner

Das Bittere daran: Nichts davon ist kompliziert. Suchbegriffe prüfen, Budgetfresser ausschließen, Tracking reparieren, fehlende Kampagnen ergänzen – das ist Handwerk. Es passiert nur nicht, wenn niemand regelmäßig und mit echtem Interesse ins Konto schaut.

Warum das bei Agenturen so oft passiert

Es gibt gute Agenturen, keine Frage. Aber das Agenturmodell hat ein paar eingebaute Schwachstellen, die ich aus meinen eigenen Jahren in Agenturen gut kenne:

  • Zu viele Konten pro Kopf. Account Manager betreuen oft 15, 20 oder mehr Kunden gleichzeitig. Für tiefe Optimierung bleibt da schlicht keine Zeit.
  • Wechselnde Ansprechpartner. Hohe Fluktuation bedeutet: Wissen über dein Konto geht immer wieder verloren.
  • Der Verkäufer ist nicht der Umsetzer. Im Pitch sitzt der Senior, im Konto arbeitet später oft ein Junior.
  • Fester Retainer, wenig Anreiz. Der Retainer fließt, ob optimiert wird oder nicht. Bestandskunden laufen nebenher, Neukunden bekommen die Aufmerksamkeit.
  • Reports statt Wirkung. Monatlich ein schönes PDF – aber kaum jemand fragt, was sich dadurch im Konto verändert hat.

Was ein Freelancer anders macht

Als Freelancer steht mein Name hinter jedem Konto. Wenn dein Account nicht performt, gibt es niemanden, hinter dem ich mich verstecken kann. Genau das macht den Unterschied:

  • Ein Ansprechpartner, der auch umsetzt. Du sprichst mit der Person, die wirklich in deinem Konto arbeitet – kein Stille-Post über drei Ebenen.
  • Akribische, laufende Optimierung. Ich schaue nahezu täglich in die Konten meiner Kunden: Suchbegriffe, Gebote, Feed, Tracking.
  • Ganzheitlicher Blick. Nicht nur Kampagnen verwalten, sondern fragen: Was fehlt? Wo liegt ungenutztes Potenzial – Shopping, Performance Max, Demand Gen, YouTube?
  • Weniger Overhead, mehr Budget für Wirkung. Kein Büro-Apparat, keine Vertriebsabteilung, die du mitbezahlst.
  • Echtes Eigeninteresse. Ein Freelancer lebt von Ergebnissen und Empfehlungen. Dein Wachstum ist mein bestes Marketing.

Freelancer oder Agentur: der direkte Vergleich

KriteriumAgenturFreelancer
AnsprechpartnerWechselnd, oft Junior im KontoImmer dieselbe Person, die auch umsetzt
Zeit pro KontoGeteilt mit vielen anderen KundenWenige Kunden, intensive Betreuung
OptimierungsrhythmusOft nur zum MonatsreportLaufend, nahezu täglich
KostenHoher Retainer inkl. OverheadFaire Honorare ohne Agentur-Overhead
ReaktionszeitTicket, Termin, WeiterleitungDirekt, kurze Wege
MotivationRetainer läuft ohnehin weiterErgebnisse sichern Ruf und Empfehlungen
Blick aufs KontoHäufig Verwaltung des BestehendenGanzheitlich: Tracking, Feed, fehlende Kampagnen

Woran du erkennst, dass dein Konto nur noch verwaltet wird

Mach den kurzen Selbstcheck. Wenn du mehrere Punkte mit Ja beantwortest, solltest du genauer hinschauen:

  • Du weißt nicht, wann zuletzt Keywords oder ausschließende Keywords angepasst wurden.
  • Im Report stehen jeden Monat ähnliche Zahlen – aber keine konkreten Maßnahmen.
  • Du hast keinen festen Ansprechpartner oder er wechselt regelmäßig.
  • Niemand hat dir erklärt, ob dein Conversion-Tracking vollständig ist.
  • Seit Monaten wurde keine neue Kampagnenart oder Idee vorgeschlagen.
  • Du hast das Gefühl, mehr für den Retainer als für die Ergebnisse zu bezahlen.

Und wann ist eine Agentur die bessere Wahl?

Fairerweise: Wenn du neben Google Ads gleichzeitig Social, SEO, Content und Webentwicklung aus einer Hand brauchst und ein großes Team koordinieren willst, kann eine Full-Service-Agentur sinnvoll sein. Geht es dir aber um ein Google-Ads-Konto, das wirklich wächst, bist du bei einem spezialisierten Freelancer in aller Regel besser aufgehoben – mit mehr Aufmerksamkeit und weniger Kosten.

Fazit: Verwaltung ist kein Wachstum

Ein Google-Ads-Konto ist kein Selbstläufer. Es braucht jemanden, der regelmäßig hinschaut, Fehler findet, Budget umschichtet und neue Chancen nutzt. Das obige Audit zeigt, was passiert, wenn das fehlt: Jahre an Budget, die ohne Gegenwert verbrannt wurden. Ein guter Freelancer bringt dir genau das, wofür du eigentlich bezahlst – echte Arbeit an deinem Konto.

Häufige Fragen

Ist ein Freelancer günstiger als eine Agentur?

In den meisten Fällen ja, weil kein Agentur-Overhead wie Büro, Vertrieb und Management mitbezahlt wird. Entscheidender ist aber, dass mehr deines Honorars in echte Arbeit am Konto fließt.

Wie schnell kann ich von einer Agentur zu einem Freelancer wechseln?

Das hängt von deiner Kündigungsfrist ab. Das Konto selbst gehört dir: Mit Zugriff als Administrator kann die Betreuung nahtlos übergehen, ohne dass Daten oder Historie verloren gehen.

Worauf sollte ich bei einem Google Ads Freelancer achten?

Achte auf nachweisbare Erfahrung und echte Referenzen, darauf, dass das Google-Ads-Konto auf dein Unternehmen läuft und du Administrator bleibst, auf transparente Honorare und faire Laufzeiten – und darauf, dass du verstehst, was im Konto passiert. Ein guter Freelancer erklärt dir seine Maßnahmen, statt dich mit Reports abzuspeisen.

Was passiert bei einem Google-Ads-Audit?

Ich prüfe dein Konto auf Struktur, Suchbegriffe, Budgetverteilung, Tracking und ungenutzte Potenziale. Danach zeige ich dir in einem Gespräch, was in deinem Account steckt und wo Budget verloren geht.

Wird dein Konto nur noch verwaltet?

Lass uns gemeinsam draufschauen. Im kostenlosen und unverbindlichen Erstgespräch (max. 30 Minuten) klären wir, wo dein Konto steht und ob wir zusammenpassen.

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